Köln 21.04.2017

Nach einer entspannten Nacht und langem duschen, gibt es Frühstück mit Cornflakes, Kaffee und Brötchen. 

9 Uhr trafen wir uns zum Singen. Wenn sich alle darauf einlassen kann es zum Erlebnis werden. Was mich die Tage störte, mehr als die Hälfte der Lieder wurden auf englisch gesungen. Nicht das ich etwas gegen Englisch habe, es gibt aber so viel schöne deutsche Lieder, auch Kanons. 

Auch sonst sind immer mehr englische Wörter im Alltagsgebrauch. Man könne sich in Englisch konkreter ausdrücken. Meine Erwiderung, das dies auch mit der deutschen Sprache möglich wäre, fruchtete nicht wirklich. Wir verlieren, vergessen unsere eigene Sprache. In 50 Jahren muss der Duden nur noch halb so dick sein wie heute. 

Nach dem Singen war das letzte Treffen der Nebenübungsgruppe. Wir haben es geschafft und meine Gruppe ist für morgen gerüstet. 

Die Pause bis 14:30 Uhr nutzte ich zum essen und ruhen. Kartoffelpuffer, Apfelmus und Krautsalat. 

Nach dem Mittagessen folgt wieder die Theaterpädagogik. Und wieder sprechen und bewegen wir uns im Hexameter Versmaß Takt. Ein Gedicht von Schiller wird erarbeitet. Nicht allen gefällt es, muss es auch nicht. Mir bleibt das O E E in Erinnerung. Das war die Abkürzung für den Takt. 

Danach das Ameisenspiel. 20 erwachsene Menschen tippeln umher um einen freien Stuhl zu erreichen. Lautes Lachen was schließlich alle erfasst. 

Die anschließende Runde befasst sich mit dem Zustand der Waldorfkindergärten. Es gibt Ärger und einen Verein, der es nicht schafft für die Kindergärten so da zu sein wie sie es brauchen. Hoffnung macht, dass es scheinbar eine Bewegung gibt, die verkrusteten Zustände aufzubrechen. Dies bezieht sich auch auf die Schulen. Es herrscht eine große Unzufriedenheit und die Bereitschaft, Änderungen herbeizuführen. Ich hoffe es mal. Es klingt zumindest gut. 

Der Aufenthalt hier in Köln klingt mit einem langen Gespräch über die DDR aus. Sachsen, Thüringen, Fremdarbeiter aus Vietnam und Angola, Reisefreiheit, der Fall der Mauer, wieviele Kneipen gab es und wieviele Brauereien. Die Verlierer der Wende, Stasi, Sprachgestaltung, was vermisse ich, Hausgemeinschaft usw. Sehr interessant für die Wessis. 

22:00 Uhr Köln am Dom. 

Viel Polizei aber keine Protestierer und erst Recht niemand von der AfD. 

Die Reise nach Hause beginnt. Eine gute Tat von mir scheitert an der Größe der Wagontür. Der Rollstuhl passt einfach nicht rein. Ich schicke den Mann zum Schaffner und hoffe das der es schafft. 

05:04 Uhr soll ich in Potsdam ankommen. Hoffe auf Pünktlichkeit. 

Mein zweites Abendbrot, das erste war Resteessen in der Schule. Brötchen, Salat, Kuchen, Birne mit Schlagsahne und Schokocreme. Soviel Kaffee wie hier habe ich lange nicht mehr getrunken. 

Das Gesetz der Resonanz soll ich mir unbedingt ansehen. Das verschiebe ich aber auf WLAN Empfang Zeiten. Mein Verbrauch war wegen der Serie Taboo zu hoch und der Monat hat erst begonnen. 

Ich habe schon mal reingeschaut, Kritiken gelesen und verspüre jetzt schon ein Unbehagen. 

Und nun sitze ich im Zug, allein im Abteil. 

Kein WLAN, ich werde nun die Augen schließen, schlafen und mich auf Luise freuen.  

Schöne Gespräche, interessante Themen, gut vorgetragen, viel gesungen und getanzt, gelacht und lecker gegessen, geschlafen und das Gehirn in Bewegung gebracht. 

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. babelpapa sagt:

    Das Gesetz der Resonanz

    Ich habe schon mal reingeschaut, Kritiken gelesen und verspüre jetzt schon ein Unbehagen. Ich bin gespannt was ihr sagt.

    Gefällt mir

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