Gott und sein Betrag zu was? 

Ich beneide Menschen die glauben können. Die an etwas glauben können, was ihnen hilft Probleme zu ertragen, Lösungen zu finden und ihnen Halt gibt. 

Mehr als Neid habe ich aber nicht übrig. Ich flüchte mich nicht in eine Welt in der mir ein Etwas Beistand anbietet, ich flüchte nicht in eine Welt wo meine Sünden vergeben werden. Ich suche Trost und Hilfe bei leiblichen Menschen und verlasse mich nicht auf ein höheres Wesen. Ich stehe zu meinen Sünden, diese begleiten mich mein ganzes Leben und sind Ansporn es besser zu machen. 

Das bedeutet nicht das ich nicht glaube. Ich glaube an das unerforschte, ich glaube an die Möglichkeit, ich glaube daran das es mehr gibt als ich weis und ich glaube das es eine geistige Welt geben könnte. 

Ich finde es gut zu glauben das es vielleicht etwas gibt was mich beschützt. Ich gebe aber mein Leben nicht aus der Hand. 

Ein wahrer Gott gibt den Weg nicht vor, ein wahrer Gott reinigt nicht die Sünden und ein wahrer Gott verzeiht diese auch nicht. Was soll er auch verzeihen. Taten geschehen im hier und jetzt. Es gibt Ursache und Wirkung. Aus Fehlern lernt man. 

Ich bin ein Mensch mit Ecken und Kanten, ich mache Fehler und muss dafür gerade stehen. Ich möchte keine Absolution von Gott. Ich nehme Vergebung der Betroffenen an. 

Sich in diese Welt zu flüchten ist für mich das selbe wie Kapitulation. Das ist legitim und jeder hat dazu das Recht. Ich habe aber ein Problem wenn es als nonplusultra gilt und anderen Menschen über geholfen werden soll. Ich möchte nicht missioniert werden und mein Weg ist nicht falsch. 

Jeder kann es für sich entscheiden so zu leben, diesen Weg zu gehen, seinen Weg. 

Ich verzeihe, ich vergebe und ich lasse anderen Menschen die Freiheit selber zu entscheiden. Das ist der Grund, warum für mich nur die Christengemeinschaft in Frage kam meine zwei jüngeren Kinder zu taufen. Die Freiheit selbst zu entscheiden ob man Mitglied werden will und zwar erst als Erwachsener. 

Tipps und Co 

Ich habe mir angewöhnt hinter die Kulissen zu schauen, mich zu informieren und zwar von allen Seiten. Bleibt dann ein gesundes Misstrauen übrig, stimmt was nicht. All die Heilsbringer mit einfachen Rezepten und dicken Konten wollen nur das eine und das ist sicher nicht dein Seelenheil. 

Advertisements

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. ichbiningotteshand sagt:

    „Ein wahrer Gott gibt den Weg nicht vor, ein wahrer Gott reinigt nicht die Sünden und ein wahrer Gott verzeiht diese auch nicht. Was soll er auch verzeihen. Taten geschehen im hier und jetzt. Es gibt Ursache und Wirkung. Aus Fehlern lernt man.“
    Es geht für mich in der Sündenfrage nicht um Fehler, die ich mache. Die einzige Sünde besteht darin, fern von Gott zu leben. Also fern von Liebe und dem Willen, gut für anderen Menschen zu sein und gut mit sich selbst umzugehen. Diese Sünde vergibt uns Gott, wenn wir aus der Gottlosigkeit umkehren und uns zu Ihm bekennen. Ich denke, dass unsere Welt so voller Krieg, Hass, Sucht und Gier ist, weil so viele Menschen ohne Gottesbewusstsein und Verantwortung leben. Als ich von Gott fern lebte, habe ich viele Dinge getan, um die ich um Vergebung bitte. Diese Dinge kann ein Mensch mir nicht vergeben und auch nicht die Erkenntnis der Ursachen für mein Handeln. Zum Beispiel ein Kind vor seiner Geburt getötet zu haben. Es ist auch mit Buße vor Gott und seiner Vergebung nicht getan. Natürlich ist es an uns, die Schmerzen, die wir anderen Menschen angetan haben, wieder zu heilen. Aber die meisten Schmerzen habe ich mir selbsta angetan. Und das braucht Vergebung. Ich bin einfach ein besserer Mensch, wenn ich mich in die Hand Gottes übergebe. Für andere Menschen und mich selbst.

    Gefällt mir

  2. Und bei all den Glaubensrichtungen bleibt für mich ja auch immer die Frage nach Individuum vs. Gemeinschaft. Auch bei der Christengemeinschaft war das so: denn wenn als erste Aussage nach meiner Bekanntgabe der neuen Schwangerschaft kommt: oh schön ein neues Mitglied für die Gemeinde! Dann gruselt es mich und ich bin weg. Gemeinschaft im Äußeren und äußere Darbietung des Glaubens hinterfrage ich gerade stark. Wenn der in seinem Innern das trägt, was er tragen möchte und nur in seien Taten zeigt und nicht in Symbolen, Festen etc. dann wäre es vielleicht besser um uns bestellt ?!?!

    Gefällt mir

  3. UtaTok sagt:

    Vielleicht gibt es ein grundsätzliches Aufgehobensein und Getragensein, dass der Verzweiflung Einhalt gebietet, mich aber nicht von meiner irdischen Verantwortlichkeit gegenüber Anderen und gegenüber meinem Denken und Tun entbindet. Im Gegenteil .

    Gefällt 1 Person

    1. babelpapa sagt:

      Es ist natürlich eine Möglichkeit nicht alleine zu sein, wenn niemand anders zuhört. Sonst sollte man die Menschen um Unterstützung bitten die einem nahe stehen oder Familie sind. Ich denke es geht auch darum, aus was für einem Interesse der Hilfegebende handelt. Wer sich im Glauben verliert, der ist für die Welt verloren.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s