Der große ICH – Glaube

Tag 2 – Bin ich ein gläubiger Mensch?

Der große ICH 

Religiös gesehen bin ich ein Atheist. Es hat da aber mal jemand gesagt: „Die Atheisten sind die gläubigsten Menschen, weil wenn jemand so gegen Gott spricht, muss er an Gott glauben.“

Ich bin ein Mensch der sehr dogmatisch wirken kann, der geschlossene Diskussionen führt und dann kaum Platz für eine andere Meinung lässt. Das bin ich aber nicht wirklich. Dies ist ein Schutz den ich mir unbewusst aufbaue und der mich selbst oft erschreckt. Ich bin weiser geworden und kann mich inzwischen zurücknehmen. Aber immer noch gibt es dieses Problem.

Religion spielt für mich nicht wirklich eine große Rolle. ich bin zu sehr jemand der hinterfragt und wissenschaftlich denkt. Ich verschließe mich nicht, stehe Religionen offen gegenüber und bin manchmal auch neidisch auf gläubige Menschen.

Ich zweifle und ich nehme mir nicht das Recht heraus Religion zu verneinen.

Ich kann Religion nicht verneinen. Ich lebe Religion bei mir zu Hause, lebe sie auf Arbeit und Religion spielt in meiner Familie ein große Rolle.

Dieser Spruch: Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als Eure Schulweisheit sich träumen lässt, ist nur ein Feigenblatt für mich. Ich öffne mich einfach nicht diesem Thema. Vielleicht bin ich noch nicht bereit dafür. Ist es eine Befürchtung? Aber vor was. Schwäche zeigen, eigene Verantwortung abgeben? Sich in die Hände andere begeben?

Ich halte Gemeinschaft für immens wichtig, ja für Notwendig. Diese Religion, dieses gemeinsame Glauben an etwas, schränkt mich ein. Es beschränkt mich auf etwas vorgegebenes. Dieser reine Glauben ist wie ein Raum, gehe ich raus, gehöre ich nicht mehr dazu und das ist nichts für mich.

Glaube ich? Als meine Oma gestorben ist, saß ich in ihrem Wohnzimmer. Es gab da einen Engel der an der Wand befestigt war. Ohne sichtbare äußere Einwirkung änderte er seine Ausrichtung und seine Hand zeigte nach oben. Meine Oma war gestorben. Ein Engel aus Ton, ich glaube daran das es etwas gibt, unfassbar und durch den Menschen nicht einengbar, nicht in Religion zu zwängen, unabhängig aber wirksam.

Glaube ich? Ich glaube das es immer weiter geht, nach der Ebbe kommt die Flut. Ich glaube das ich ein kleines Teil dieser Welt bin, dass ich wie der Schmetterling der mit seinem Flügel Veränderung erzeugt, ebenso verändere. Ich glaube das ich mich nicht wichtig nehmen darf. Ich bin wichtig für Menschen denen ich nahe stehe, für die ich verantwortlich bin und die in gewisser Weise von mir abhängig sind, mehr aber auch nicht.

Erziehungsstile? Diese beinhalten den Glauben verändern zu können. Ich glaube das ich ich nur begleite und durch die Reibung an mir, verändere ich ein wenig die Richtung meines Gegenübers. Es ist wie eine Kugel die den Hang hinunter rollt. Sie stößt da an oder da an und rollt doch bergab. Bleibt sie stehen ist die Entwicklung zu Ende oder der Tod tritt auf den Plan.

Ich glaube das ich für mich verantwortlich bin und wenn ich mir gegenüber verantwortlich handle, ich eine positive Wirkung auf andere haben kann.

Ich bin ein gläubiger Mensch.

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