Danksagung an einen Freund 

Du bist mein ältester Freund den ich habe. Wir kennen uns seit meinem dritten oder vierten Lebensjahr.

Wir trafen uns damals im Urlaub und ich war froh und glücklich darüber. Du hattest damals immer Jägerkleidung an, obwohl du dich nie an einer Jagd beteiligt hast.

In den folgenden Jahren wurdest du mein bester  Freund, Spielgefährte und Begleiter in schönen und schlechten Zeiten. Du weißt alles über mich, dir konnte ich alles erzählen und wusste, dass du es für dich behälst.

Nur in Sansibar und bei der NVA warst du nicht an meiner Seite, ich wusste aber das du auf mich wartest und das gab mir Halt, Kraft und Freude auf unser Wiedersehen.

Bis auf diese Zeiten waren wir unzertrennlich. Ob in Berlin, Weida oder später beim Studium in Weimar, du folgtest mir.

Manch eine Freundin fand es merkwürdig, aber ich wollte dich auch da dabei haben. Es ging nicht ohne dich.

Später zog ich nach Hohenleuben, Jüterbog und Belzig. Du warst dabei. Die Gespräche wurden seltener und immer öfters wurdest du von mir nicht mehr beachtet. Du hast es ertragen, dich nie beschwert.

Eine Operation am offenen Körper half dir dich wieder aufzurichten. Aber man merkt dir dein Alter an. Eher als bei mir lichteten sich bei dir die Haare und du bekamst Probleme mit deinen Augen und deiner Nase.

Was auch ein Grund für die innige Liebe zu dir ist, du kanntest meine Oma Susanne, hast bei ihr gelebt und dort auf mich gewartet.

Meine älteste Tochter Frieda fand dich uninteressant. Erst hier, in meinem neuen Zuhause gibt es jemanden der sich gerne mit dir beschäftigt. Auf deine alten Tage hast du jemanden gefunden der dich mag und gerne mit dir zusammen ist. Dich und Klara zu beobachten macht mich glücklich und mir kommen immer wieder meine eigenen Erlebnisse mit dir in den Sinn.

Solch einen Freund wie dich zu besitzen ist mit das größte Geschenk was man haben kann.

Danke das du mich bis hierher begleitet hast, ich hoffe das wirst du noch lange. Ich werde dich, wenn es an der Zeit ist, an mein erstes Enkelkind weiterreichen.

Danke Waldi.

PS.: Waldi hat zwei neue Augen, eine neue Nase, sein rechtes Ohr musste neu angenäht werden, der Draht in seinen Beinen war gebrochen und musste entfernt werden, er erhielt von mir eine neue Körperfüllung mit Biobaumwolle. Seine Jägerkleidung ist längst verschwunden und auch das meiste was meine Oma und meine Mutter gestrickt haben.

Original ist einzigst die Kopffüllung aus Stroh, da gehe ich aber vom Scheuch aus dem Buch von Wolkow „Der Zauberer der Smaragdenstadt“ aus. Dieser bekommt von Goodwin ein Gehirn und kann denken, also Waldi auch.

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