Welche Schule soll es sein?

Klara kommt in die Schule und wir mussten entscheiden in welche sie gehen soll.

Was früher in der DDR einfach war, ist heute kompliziert. Es stand nur eine Schule zur Auswahl und zwar die in der Nähe. Oder du kamst auf Grund verschiedener Problematiken in die Förderschule.

Ein Wechsel konnte in der DDR erst später erfolgen.
Es gab die Schulen mit Spezialausrichtungen: Musik, Mathematik, Naturwissenschaften, Elektronik, Russisch und dann noch die erweiterte Oberschule.

Jetzt kann man wählen und entscheidet so für das Kind. Was manchmal einfach ist, da es zum Beispiel nur eine Waldorfschule in der Umgebung gibt.
Bei uns waren es vier, eine schied gleich aus, eine weitere sehr schnell und übrig blieben Werder und Potsdam.

Was mich an Werder zweifeln ließ, war die Verbindung dorthin. Im doppelten Sinne.
Mit dem Auto ist Werder nur schwer zu erreichen.
Potsdam will die Co2 Werte einhalten und so gibt es auf den Ausfallstraßen nur Tempo 30.
Der Zug ist schneller, benötigt aber auch eine halbe Stunde.
Der Gedanke im Auto zu sitzen, zwei Kinder im Rücken und per Auto nach Werder zu fahren und danach auf Arbeit erzeugte bei mir keine Jubelstürme.

In Potsdam dauert es 20min, ob nun mit Rad oder Auto. Das klingt wesentlich entspannter.

Nach Werder zu ziehen als Option, kommt für mich nicht in Frage.
Nein, Werder ist in meinen Augen keine Stadt um dort zu leben. Eine schöne Insel aber sonst eine Stadt ohne Zentrum und Stadtbild.

Werder wollte uns, die Zusage für die Schule kam schnell, nur einen Kindergartenplatz für Gregor gab es nicht. So hielt man uns hin und ließ uns einfach nicht ziehen.

Potsdam war klar, Kindergartenplatz und die Lehrerin hatten wir auch schon kennengelernt.

Also sagten wir Werder ab und erhielten promt in Italien einen Anruf das nun doch ein Platz im Kindergarten organisiert wurde.

Immer wenn ich dachte, nun ist es entschieden und Ruhe zieht ein, kam etwas Neues.

Ich entschied die Schuldfrage, Potsdam soll es sein und ich habe somit die Verantwortung für den neuen Lebensweg von Klara übernommen. Auf mich fällt alles zurück.

Nun gilt es klar zukommen, mit den neuen und schon bekannten Eltern, dem Hoffen das die Entscheidung richtig war und Klara ein schönes erstes Schuljahr haben wird.

Die Zuckertüte ist fertig, Zuckertüte? Stimmt sie war früher mal voll mit süßen Sachen.
Heute ist es die Schultüte und Klaras wurde nach ihren Wünschen von Oma Mathilde gestaltet. Sie sieht wunderbar aus.

Klara ist total aufgeregt und jeder muss es erfahren das sie in die Schule kommt.
Dieses aufgeregt sein spiegelt sich in ihrem Verhalten wieder. Sie ist nicht nur aufgeregt, nein aufgedreht.
Es fällt ihr schwer ruhig und leise zu sein, sie ist oft müde und bringt somit viel Unruhe in unser Leben.

Da auch Gregor in einer lauten, wilden und körperlichen Phase ist, bestimmen beide das Tempo und auch die Stimmung in der Familie.

Klara hätte kein Problem mit beiden Schulen gehabt.
Werder hat ein großes Zirkuszelt und ihr Freund Peter wäre mit ihr in eine Klasse gekommen.
Potsdam kennt sie, hier ist ihr alles vertraut und sie kennt viele der Erwachsenen und der Kinder.
Vieles hängt davon ab ob die Klassenlehrerin es schafft diese Vorfreude und Begeisterung zu erhalten.
Klara ist bereit und ich bin es auch.

Mit Ruhe und Gelassenheit die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

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